Khoresht-e Rivas = persischer Rindfleischtopf mit Rhabarber

Khoresht-e Rivas = persischer Rindfleischtopf mit Rhabarber (noch im Topf)
Khoresht-e Rivas = persischer Rindfleischtopf mit Rhabarber (mein Teller)
Erläuterung und Rezept

Blogevent Laber Rhabarber

Published in: on Juni 17, 2018 at 8:00 pm  Comments (8)  

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8 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Als wir fast genau einen Monat zuvor bei Freunden zum Spargelessen waren (Link), erzählten diese uns, dass in der aktuellen Magazinbeilage der ZEIT ein interessant klingendes Rezept enthalten sei, bei dem Rindfleisch zusammen mit Rhabarber zubereitet würde.

    Sobald wir wieder daheim waren schaute ich gleich, ob das Rezept auch in der Online-Fassung des ZEIT Magazins enthalten ist und fand es unter: https://www.zeit.de/zeit-magazin/2018/21/rindfleischtopf-rhabarber-iranisch-rezept-wochenmarkt

    Ich beschloss, das auch ausprobieren zu wollen.

    Allerdings dünkte mir die in den dortigen Kommentaren enthaltene Anmerkung, dass für ein iranisches Gericht doch recht wenig Gewürze verwendet würden, überzeugend und ich folgte deshalb dem in diesem Zusammenhang eingefügten Link zu einem Beitrag in Susans Blog Labsalliebe: https://labsalliebe.com/blog/khoresht-e-rivas-persisches-rhabarberschmorgericht-in-minz-petersilien-sauce/

    Die im dortigen Rezept vorgesehenen Kräuter und Gewürze klangen vielversprechend. Allerdings erschienen mir die angegebenen Garzeiten für das Rindfleisch zu knapp bemessen – außerdem hatte ich Bedenken, dass Zwiebeln und Knoblauch anbrennen würden, wenn ich diese zuerst in die Pfanne gebe, in der dann später noch das Rindfleisch angebraten werden soll und Safran sowie Granatapfelmark wollte ich auch nicht extra kaufen.

    Am letzten Samstag erwarben wir auf dem Markt am Bioland-Gemüsestand der Kalkrieser 4 mitteldicke Stangen Rhabarber, eine mittelgroße Zwiebel, ein recht großes Büschel glatte Petersilie und ein ebenfalls recht kompaktes Büschel Apfelminze – denn Pfefferminze gab es nicht, ein Probeblatt überzeugte aber vom tollen Aroma auch dieser Variante – und am Naturfleisch-Stand des Tebbehofes 500g Rindfleisch, wobei ich mir welches empfehlen ließ, welches gut für ein Gulasch geeignet sei und mir dieses auch gleich passend schneiden ließ, damit ich am Sonntag endlich mein Vorhaben umsetzen konnte, den „Rindfleischtopf mit Rhabarber“ auszuprobieren.

    Letztlich lief es dabei darauf hinaus, dass ich durch den ZEIT Magazin Beitrag nur auf die Idee kam, mich bei den Zutaten immerhin fast komplett an das Rezept von Susan hielt und von ihr auch den Namen des Gerichts übernahm, aber bei der Zubereitung meinen Kochgewohnheiten Spielraum gab.

    Das Ergebnis war ungewohnt, aber phänomenal lecker.

    So lecker, dass ich mich damit gern an dem von Tina anlässlich des Geburtstages Ihres Blogs LECKER&Co ausgerichteten Blogevents „Laber Rhabarber“ beteilige und auf diese Weise vielleicht noch andere auf die Idee bringe, diese Kombination mal auszuprobieren.

    Rezept folgt in nächstem Kommentar…

  2. Folgend halte ich fest, wie ich bei der Zubereitung vorging, weil ich es das nächste Mal wieder genau so machen würde und darum dieses Vorgehen weiterempfehlen kann.

    Zutaten
    (für 2 Personen)

    für den Rindfleischtopf:
    500g für Gulasch geeignetes Rindfleisch in mundgerechten Stücken, Olivenöl, 1 mittelgroße Zwiebel, 1 mittelgroße Knoblauchzehe, 1 TL Kurkuma, 750ml Wasser, 1/2 TL Koriander, 1 TL Salz, 2 EL Zucker, etwas schwarzer Pfeffer, 1/2 TL Zimt, 1/4 TL gemahlener Kardamom, etwa 1/4 Muskatnuss, 1 verhältnismäßig großes Büschel glatte Petersilie, 1 ebenfalls dickes Büschel Minze (ich nahm dieses Mal Apfelminze, was gut war, frische Pfefferminze ginge wahrscheinlich aber ebenso gut), 1 EL Granatapfelessig, 4 mitteldicke Stangen Rhabarber

    für den gebutterten Reis:
    1 Tasse Basmatireis, 2 Tassen Wasser, 2 TL Salz, 2 EL Butter

    Vorgehensweise

    In einen gußeisernen Topf (mit insgesamt etwa 3 Liter Fassungsvermögen und schwerem Deckel) nur soviel Olivenöl geben, dass der Boden gerade bedeckt ist. Den Topf zunächst langsam erhitzen. Am Ende soll das Öl aber schön heiß sein. Bei recht hoher Temperaturzufuhr erst die eine Hälfte des Rindfleisches anbraten. Das Fleisch aus dem Topf heraus holen und ggf. etwas Olivenöl nachfüllen. Dann die andere Hälfte des Rindfleisches ebenfalls anbraten und anschließend aus dem Topf heraus holen. Das Fleisch kurz beiseite stellen.

    Die Zwiebel pellen und recht fein würfeln.
    Auch die Knoblauchzehe schon abziehen.

    Etwa 1 EL Olivenöl in den Topf geben. Darin die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Am Ende die Knoblauchzehe durch eine Knoblauchpresse dazu pressen und das Kurkuma darüber streuen. Unter ständigem Rühren noch leicht anbraten, sodass ein herrliches Aroma aufsteigt. Dann das Fleisch zufügen. Alles gut miteinander vermischen. Dann das Wasser angießen und den Deckel auflegen. Kurz mit hoher Temperaturzufuhr aufkochen lassen, dann mit reduzierter Temperaturzufuhr 30 Minuten köcheln lassen.

    In dieser Zeit zunächst den Koriander in einem Mörser zerstampfen, dann mit dem Salz, dem Zucker, dem Pfeffer, dem Zimt, dem Kardamom vermischen und die Muskatnuss darüber reiben. Diese Gewürzmischung beiseite stellen.

    Dann die Blätter von der Minze zupfen und grob hacken.
    Anschließend die Blätter von der Petersilie zupfen und ebenfalls grob hacken. Die Stiele können in beiden Fällen entsorgt werden.

    Kurz bevor die 30 Minuten um sind, in einer emaillierten Pfanne etwas Olivenöl erwärmen und darin dann die gehackte Minze und die gehackte Petersilie miteinander vermischen und bei geringer Temperaturzufuhr leicht andünsten.

    Dann die angedünsten Kräuter zusammen mit der zuvor hergestellten Gewürzmischung und dem Granatapfelessig zum Rindfleisch im Topf geben. Einmal gut durchheben. Mit aufgelegtem Deckel anschließend weitere 60 Minuten bei reduzierter Temperaturzufuhr garen lassen.

    In dieser Zeit kann man in Ruhe den Reis kochen, d.h. 1 Tasse Reis zusammen mit 2 Tassen Wasser und 2 TL Salz in einen Topf geben, den Deckel leicht schräg auflegen, das Wasser schnell zum Kochen bringen und dann erst bei reduzierter Temperaturzufuhr 10 Minuten köcheln und dann auf ausgeschaltetem Herd noch 5 Minuten nachziehen lassen. So bis zur späteren Verwendung stehen lassen.

    Derweil nun auch den Rhabarber waschen, von Wurzel und Blattansatz befreien und den Rest in etwa fingerbreite Stücke schneiden.

    Wenn die 60 Minuten um sind, die Rhabarberstücke zum Rindfleisch in den Topf geben. Einmal gut durchheben und dann ohne Deckel nochmals 15 Minuten köcheln lassen.

    In dieser Zeit kann man die 2 EL Butter zum wartenden Reis geben und diesen in seinem Topf bei mittlerer Temperaturzufuhr wieder erhitzen.

    Reis und Rindfleischtopf zusammen servieren.

    Direkt genießen.

  3. Oh wow – dieser Eintopf klingt wirklich fantastisch! Das ist ein wirklich würdiges herzhaftes Rhabarber Rezept!
    Ich liebe ja die afrikanische und persische Küche sehr – von daher, hast Du mit diesem Rezept genau meinen Geschmack getroffen!

    Vielen lieben Dank für das tolle Rezept!

    Liebe Grüße,
    Tina

    • Liebe Tina,
      wenn Du afrikanische und persische Küche liebst und Rhabarber magst, solltest Du dieses Gericht wirklich unbedingt ausprobieren.
      Gourmandise

  4. Wow, das klingt nach einer spannenden Kombination!

    • Hallo Barbara,
      da die Kombination nicht nur spannend klingt,
      sondern mir auch wirklich gut schmeckte, würde ich Dir empfehlen,
      dieses Gericht – sobald es wieder Rhabarber gibt – nachzukochen.
      Gourmandise

  5. Wie klein die Welt doch ist, ich habe auch bei Tina mit gemacht (Rhabarber Labneh Cheesecake) und habe mein Rezept für Khoresht-e Rivas (zwar etwas abgewandelt) hier gefunden :) Es freut mich, dass du es nach gekocht hast. Ich drücke Dir nun kräftig die Daumen.
    herzliche Grüße
    Susan

    • Liebe Susan,

      freue mich, dass Du Dich darüber freust, dass ich Dein Khoresht-e Rivas Rezept gefunden und dieses Gericht nachgekocht habe.

      Der von Dir zu Tinas Blog-Event eingereichte Persische Käsekuchen sieht auch lecker aus. Ich werde mal schauen, ob man in den türkischen Supermärkten in unserer Gegend Labneh erwerben kann

      Von den Gerichten, welche Du in Deinem Blog vorstellst, werde ich aber vermutlich den Persischen Tomaten Gurken Salat nachmachen:
      https://labsalliebe.com/blog/salad-shirazi-persischer-tomaten-gurkensalat/

      Das passt zur aktuellen Saison
      und ich freue mich schon richtig darauf.

      Gourmandise


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